Zyklus & Hormone

TCM, Zyklus & Hormone ein sanfter Weg durch die Lebensphasen einer Frau

TCM-Ernährungsberatung bei Menstruationsbeschwerden, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahren.

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Raffaela Kessler, TCM-Ernährungsberaterin

Ernährung, die dich
in deiner Situation begleitet.

Zyklus & Hormone

Fünf Lebensphasen im TCM-Modell

Die Traditionelle Chinesische Medizin begleitet den weiblichen Zyklus und hormonelle Übergänge mit einem Blick auf Wärme, Nährung, Ruhe und den individuellen Alltag.

Menstruation – wenn der Körper loslässt

Die Menstruation wird in der TCM auch „Himmlisches Wasser“ genannt. Sie gilt als eine Zeit des „Loslassens“. Es geht dabei aber nicht nur um das Loslassen von Blut, sondern auch um das Loslassen von aufgestauten Gefühlen, hinderlichen Glaubenssätzen oder Menschen, die einem nicht guttun.

Durch die Stille, welche in dieser besonderen Phase entsteht, wird der Geist empfänglicher für Ideen, Erkenntnisse und Lösungen. Es ist eine gute Zeit, um zu reflektieren und sich darüber im Klaren zu werden, was man in seinem Leben möchte und was nicht mehr.

Wenn der Fluss stockt und das Loslassen erschwert wird – z. B. durch zu wenig Wärme, zu viel Stress oder unregelmäßige Mahlzeiten – kann es aus TCM-Sicht zu folgenden Symptomen kommen:

  • Schmerzen und Krämpfe
  • Übelkeit
  • Brustspannen
  • kalte Hände und Füße
  • Verdauungsprobleme und Durchfall

Während der Menstruation verlierst du Blut und dadurch auch Qi, was dich aus traditioneller TCM-Sicht anfälliger für von außen eindringende Faktoren wie beispielsweise Kälte macht.

Unterstütze deinen Körper in dieser sensiblen Phase durch:

Nährend essen

Gekochte Speisen, Suppen und blutbildende Lebensmittel wie Fleisch, grünes Blattgemüse wie Spinat, Leber, Reis, Fisch, Eier und Rosinen.

Kälte reduzieren

Vermeide große Mengen an kalten, rohen oder gefrorenen Nahrungsmitteln und Getränken. Sie können aus TCM-Sicht den Fluss des Qi behindern.

Ruhe zulassen

Achte auf ausreichend Ruhe und verzichte auf Schwimmen in kaltem Wasser, Heben schwerer Gegenstände, starke körperliche Anstrengung und Barfußlaufen.

Sanfte Bewegung

Zusätzliche Unterstützung bieten Qi Gong, Tai Chi und Meditation.

Kinderwunsch – den Boden vorbereiten

In China bereiten sich Paare bis zu zwei Jahre auf die Zeugung eines Kindes vor. In der TCM geht man davon aus, dass der energetische Zustand der Eltern bei der Zeugung an das Kind weitergegeben wird. Mann und Frau sollten sich also bestmöglich vorbereiten, um dem Kind ein gutes Erbmaterial mitzugeben.

Laut TCM braucht es für neues Leben einen gut genährten Boden (Yin) und ein „warmes Nest“ – also Wärme im Unterbauch (Yang). Im Mittelpunkt stehen überwiegend gekochte und nährende Lebensmittel, die Energie (Qi), Blut und Reserven des Körpers aufbauen sollen. Gleichzeitig soll Wärme in den Unteren Erwärmer gebracht werden. Dies kann individuell z. B. über Ernährung, Moxibustion, regelmäßige Bewegung und warme Kleidung erreicht werden.

Ziel ist es, optimale Voraussetzungen für einen regelmäßigen und gesunden Zyklus, das allgemeine Wohlbefinden und eine gesunde Basis für eine mögliche Schwangerschaft zu schaffen.

Auch Stress (Qi-Stagnation) ist in der heutigen Zeit immer wieder ein großes Thema bei unerfülltem Kinderwunsch. Auch hier gibt es viele Ansatzmöglichkeiten.

Stress – oft unterschätzt und doch so facettenreich:

  • Stress durch Nährstoffmängel
  • Blutzuckerschwankungen
  • zu viele To-dos
  • selbstgemachter Druck
  • Emotionen
  • künstliches Licht
  • Geräusche
  • Stress, keinen Stress haben zu dürfen

Stress muss man nicht einfach hinnehmen. Mit einer angepassten Ernährung und dem bewussten Umgang mit dem eigenen Energielevel kann der Körper wieder in einen Zustand kommen, der „einlädt“ und „empfängt“.

Schwangerschaft – das Qi in Fluss halten

Während der Schwangerschaft arbeitet der Körper wie ein kleines Kraftwerk, das rund um die Uhr Energie bereitstellt. Die TCM empfiehlt in dieser Zeit besonders sanfte, warme und leicht verdauliche Speisen, die das Qi stärken sollen, ohne zu belasten. Auch Rituale wie langsames Essen, kurze Ruhephasen und Wärme im Alltag unterstützen den Körper dabei, die wachsende Lebensenergie gut zu versorgen.

Im traditionellen TCM-Modell wird die Schwangerschaft mit einer Yin-Fülle verbunden, die die Leber belasten könne. Eine sogenannte Leber-Qi-Stagnation wird dort unter anderem der typischen Schwangerschaftsübelkeit zugeordnet. Die Ernährungsberatung kann hier nur ergänzend zur medizinischen Betreuung begleiten.

Leber-Qi-Stagnation

  • Übelkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • Brustspannen

Unterstützende Maßnahmen: regelmäßige Bewegung, Atem- und Entspannungsübungen sowie ausreichend Schlaf.

Milz-Qi-/Yang-Mangel

  • Müdigkeit
  • Verdauungsbeschwerden
  • Wassereinlagerungen
  • Appetitlosigkeit

Unterstützende Ernährung: warme gekochte Speisen, Suppen, Eintöpfe, Hirse, Reis, Hafer, Karotten oder Kürbis.

Nieren-Yin-Mangel

  • Rückenschmerzen
  • Erschöpfung
  • Unsicherheitsgefühle und Ängste – z. B. vor der Geburt

Unterstützende Maßnahmen: Fisch, Sesam, Suppen sowie ausreichend Erholung und Ruhe.

Blut-Mangel

  • Schwindel
  • seichter Schlaf
  • innere Unruhe

Unterstützende Ernährung: Rote Rüben, Datteln, Eier, Fleisch, Spinat, Mangold oder Brokkoli.

Stillzeit – nähren, um zu nähren

In der Stillzeit gibt der Körper viel ab – ähnlich wie eine Quelle, die ständig Wasser spendet. Damit diese Quelle nicht versiegt, braucht sie selbst ausreichend Nährung. Muttermilch gilt in der TCM als Teil des Blutes. In der Stillzeit sollte daher aus TCM-Sicht auf eine ausreichende Blutbildung geachtet werden, damit ausreichend Muttermilch vorhanden ist.

Warme und blutnährende Speisen sind in dieser Zeit besonders wichtig. Suppen, Eintöpfe sowie Eier, Datteln und Fleisch gelten als besonders nährend. Regelmäßige Mahlzeiten helfen, die eigene Kraft zu stabilisieren und gleichzeitig das Baby gut zu versorgen.

Energetische Hitze, beispielsweise aufgrund einer sogenannten Qi-Stagnation, wird in der TCM mit Beschwerden wie einer Brustentzündung in Verbindung gebracht. Eine Brustentzündung muss medizinisch beziehungsweise hebammenfachlich abgeklärt werden; die TCM-Ernährungsberatung kann nur ergänzen.

Wechseljahre – der zweite Frühling

Die Wechseljahre sind in der TCM kein „Problem“, sondern ein natürlicher Übergang. Sie werden auch „zweiter Frühling“ genannt: Da Blut nicht mehr regelmäßig jeden Monat verloren geht, kann die Frau diese Energie nun für etwas anderes einsetzen.

Wenn Hitze aufsteigt, der Schlaf unruhig wird oder die Stimmung schwankt, wird dies im TCM-Modell als energetisches Ungleichgewicht eingeordnet. Der Körper zeige demnach, dass er mehr Yin – Kühlung, Ruhe und Nährung – brauche. Warme Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und kleine Pausen im Alltag können dabei helfen, diesen Übergang sanft zu gestalten und die innere Stabilität zu unterstützen.

Mein Beratungsansatz

Deine Lebensphase. Dein nächster Schritt.

Gemeinsam schauen wir darauf, welche Ernährung und welche alltagstauglichen Schritte zu deiner aktuellen Lebensphase passen können.

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